CAD-CAM Technologie

Die CAD-CAM Technologie setzt zum einen spezielle Software Programme voraus mit welchen dreidimensionale Datensätze erstellt werden können, und desweiteren spezielle Maschinen welche diesen Datensatz dann in ein reelles Werkstück umsetzen können.

All diese Maschinen sind CNC (Computerized Numerical Control), also computergestützt numerisch gesteuerte Maschinen. Dabei gibt es viele Unterschiede, sei es in der Zahl der Achsen welche angesteuert werden können, wieviel Achsen simultan gesteuert werden können, oder ob die Achsenansteuerung "gesteuert" (Position zwischen Ist- und Sollposition wird nicht überprüft), "geregelt" (Position wird ständig überprüft) oder "interpoliert" (Maschinenachsen beeinflußen und kontrolieren sich ständig gegenseitig) stattfindet.

Auch gibt es Unterschiede wie die einzelnen Punkte eines 3D-Datensatzes angefahren werden, beispielweise ob eine Punktsteuerung, Streckensteuerung oder eine Bahnsteuerung stattfindet.

Zusammenfassend kann man sagen je mehr Achsen simultan angesteuert werden umso höher ist die Qualität der Oberfläche, desto komplexer kann die Geometrie gestaltet werden (Unterschnitte sind dann kein Problem), aber umso höher sind die Anforderungen an die Software, an die Computerhardware, und der Fräsprozess wird aufwendiger und teurer.

Bei der 3-Achs Bearbeitung (x,y,z - Achse) steht das rotierende Werkzeug immer senkrecht zum Bearbeitungstisch, bei der 5-Achs Bearbeitung (x,y,z - Achse plus 2 Rotationsachen - meistens Rotation um x- und y - Achse) steht das rotierende Werkzeug immer senkrecht zur fräsenden Kontur.

Mehr Informationen zur CNC Frästechnik gibt es hier...

 

Wirtschaftlichkeit von CAD/CAM

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Der Anteil der vollkeramischen Versorgungen am Gesamtanteil des hergestellten Zahnersatzes in Deutschland liegt derzeit noch unter 10 Prozent. Jedoch wird sich dieser Anteil in den nächsten Jahren deutlich erhöhen, nicht zuletzt auch aufgrund des extrem stark gestiegenen Goldpreises. Die Wirtschaftsexperten aus dem Dentalsektor sehen ein sehr starkes Wachstumspotential dieses Marktes. Zirkoniumdioxid stellt als hochfestes Gerüstmaterial einen wesentlichen Bestandteil im Bereich der Vollkeramik dar.  

 

Da die Bearbeitung von Zirkoniumdioxid nur mittels Frästechnologie möglich ist, wird der Laborbesitzer künftig mit der Frage konfrontiert, welches System er sich zulegen soll.  

 

Es gibt dabei drei grundlegende Möglichkeiten:

  1. Komplettes Outsourcing der Herstellung der Zirkoniumdioxidgerüste
  2. Anschluss des Labors an ein Fräszentrum über einen sogenannten „externen Scanner“
  3. Gesamte Herstellung der Gerüste im eigenen Betrieb.

Die Frage, für welche Art sich das Labor  entscheidet, muss vom Zahntechnikermeister anhand der wirtschaftlichen Parameter des Labors geprüft werden und hängt letzendlich von vielen Faktoren ab.

 

Zu diesen Faktoren zählen unter anderem:

  • Laborgröße
  • Umsatzzahlen
  • Struktur des Kundenklientels
  • „Vollkeramisches Potential“ der zahnärztlichen Kunden
  • Innovationsbereitschaft innerhalb des Personals
  • Zukünftige Schwerpunkte der Laborarbeit (Konzentration nur auf Verblendung oder aber kompletter Herstellungsprozess der Vollkeramikarbeiten, eventuell auch Schaffung eines eigenen Fräszentrums)

 

Unserer Meinung nach stellt sich für ein Labor in Zukunft nicht mehr die Frage, ob man seinen Kunden Restaurationen aus Zirkoniumdioxid anbietet, sondern für welche Produktionsvariante man sich nach Abwägung aller Faktoren entscheidet.