Die digitale Abformung

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Ohne die Abformung wäre unsere heutige Zahnheilkunde nicht denkbar. Aber seit Jahrzehnten hat sich an der Abformungtechnik nicht viel verändert, lediglich die Abformmaterialien wurden weiterentwickelt. Erst in den 80er Jahren ist die digitale Abformung (Digital Impression), in Form eines intraoralen optischen Scans, als neue Technik hinzugekommen. Mittlerweile ist die Technik so gut entwickelt, daß sie bei einer Vielzahl von Indikationen eingesetzt werden kann. Diese neue Technik birgt eine Reihe von Vor- und Nachteilen.

Vorteile: 

  • Sofortige Kontrolle (Eingriffsmöglichkeit) 
  • Weniger Fehlerquellen (Rückstellzeit, Abbindezeiten bei verschiedenen Temperaturen, Ausgießfehler, Blasen im Abdruck usw.)
  • Hohe Patientenaktzeptanz
  • Patientenkommunikation
  • Kommunikation mit dem Labor (z.B. per online-Viewer)
  • stark vergrößerte Darstellung am Bildschirm (präparation kann deutlich besser beurteilt werden
  • Abformvorgang kann unterbrochen und kann fortgesetzt werden ohne daß wieder am Anfang begonnen werden muss
  • Keine Verfälschung bei Weichgewebe da kein Druck darauf ausgeübt wird
  • Effizienter, da Materialaufwand (Löffel, Abdruckmaterial, Desinfektion usw. entfällt)
  • geringerer Zeitaufwand bei kleinen Indikationen
  • weniger Sitzungen => weniger Stuhlzeit
  • Arbeit leicht reproduzierbar, da Datensatz vorhanden ist (z.B. bei Fraktur des ZE)
  • Kein Lagerraum für Modellarchivierung nötig

 

Nachteile:

  • Momentan noch eingeschränkte Indikationsbreite
  • Genauigkeit bei großen Scanbereichen (ganzer Kiefer) noch nicht so hoch wie bei kleinen Bereichen (z.B. Einzelkronen) => Matchingfehler durch zusammensetzen vieler Einzelbilder
  • Keine Funktionsabformung möglich
  • Gerät/Softwarekosten; Wartungs/Reparaturkosten; Nutzungsgebühren
  • Nicht alle Präparationsformen sind geeignet
  • Zu viel Feuchtigkeit beeinträchtigt den Scan
  • je nach System nötiges Pudern