Ablauf der digitalen Augmentation

(Bildmaterial von Dr. Markus Schlee und Botiss)

 

Bei der digitalen Augmentation ist der Work Flow immer der gleiche. Wenn bei der klinischen Untersuchung schon offensichtlich ist, das eine Implantation ohne ausgedehnten Knochenaufbau möglich ist, wird zuerst eine dreidimensionale Bildgebung, also ein CT oder ein DVT gemacht.

Nachdem ein Diagnostik erfolgt ist, und das Diagnose ergibt daß eine Knochenaugmentation notwendig ist, wird der Datensatz zunächst in einen STL Datensatz umgewandelt. Anschließend kann mit einer geeigneten Software der fehlende Knochen virtuell rekonstruiert werden. Nach der Rekonstruktion wird ein virtuelles dreidimensionales Modell dem Behandler geschickt. Dieser segnet die Konstruktion ab oder gibt Verbesserungsvorschläge vor. 

Dort wird dann aus einem Spenderknochen, welcher bei Hüftoperationen abfällt, der konstruierte Knochenblock unter Reinraumbedingungen rausgefräst.  Anschließend wird der Block geblistert und mittels GammaStrahlen sterilisiert, und an die Praxis geschickt.

In der Praxis kann nun der Block während der OP aus der Packung genommen werden, und wird rehydriert.

Nachdem der Behandler das Knochenbett freigelegt und vorbereitet hat, wird nun der Block eingesetzt und mittels Osteosyntheseschrauben fixiert. Es wird eine Membran über dem Block gelegt und abschließend wird der gesamte Block mit einem spannungsfreien Wundverschluß gedeckt.

Die Einheilphase beträgt mehrere Monate und nach der Einheilzeit wird der Block wieder freigelegt, die Osteosyntheseschrauben entfernt, und gleich darauf die Implantate inseriert. Der Rest ist daraufhin eine ganz normale Routineimplantation und auch eine ganz normale Implantatversorgung.