3M Espe Lava
3M ESPE Lava™
Das Lava™ System wird aus folgenden Komponenten aufgebaut:
- Die Scanner Lava™ Scan ST
- Die Software Lava™ CAD
- Die CAD/CAM Fräsmaschine Lava™ Form
- Das Gerüstmaterial Lava™Frame
- Der Sinterofen Lava™ Therm
- Die Verblendkeramik Lava™ Ceram
Das Lava ™ Vollkeramiksystem umfasst ein CAD/CAM-Verfahren zur Herstellung von vollkeramischen Kronen und Brücken für den Front- und Seitenzahnbereich. Die Gerüstkeramik besteht aus Zirkonoxid (Lava ™ Frame), das in sieben verschiedenen Farben eingefärbt werden kann, und wird ergänzt durch eine speziell abgestimmte Verblendkeramik (Lava ™ Ceram). Die Herstellung der Gerüste erfolgt über die CAD/CAM-Bearbeitung (Scannen, computergestützte Gerüstmodellation und Fräsen) von vorgesinterten Zirkonoxid-Rohlingen. Die Sinterung der um die Sinterschwindung vergrößerten Gerüste in einem speziellen Hochtemperaturofen führt dann zu hochfesten Restaurationen mit ausgezeichneter Passgenauigkeit.
Zahntechnische Laboratorien können das Scannen des Modells und die digitale Gerüstgestaltung entweder selbst übernehmen (Lava Scan ST) oder an ein Lava Fräszentrum delegieren. In beiden Fällen werden die Gerüste im Lava Fräszentrum gefertigt; die anschließende Verblendung erfolgt im Labor. Durch die Herstellung von Lava ™ Frame Zirkonoxidgerüsten über Fräszentren hat jedes Labor die Möglichkeit, ohne größere Investitionen seinem Zahnarzt CAD/CAM gefertigte Lava ™ Restaurationen anzubieten, und der Zahnarzt kann für alle Indikationen mit seinem gewohnten und vertrauten Labor zusammenarbeiten.
Scannen mit Lava Scan™ ST
Die Einheit besteht aus dem berührungslosen, lichtoptischen Abtastsystem Lava ™ Scan ST (Weißlichttriangulation), einem PC mit Monitor und der Software Lava ™ CAD. Nach dem Fixieren des Sägeschnittmodells im Scanner werden einzelne Stümpfe und der Kieferkamm automatisch erfasst und als dreidimensionales Bild auf dem Monitor dargestellt. Zum optimalen Design können auch das Bissregistrat und die Nachbarzähne eingescannt und virtuell dargestellt werden. Unebenheiten und Unterschnitte an den Stümpfen werden angezeigt. Der Zahntechniker muss nicht mehr per Hand auswachsen, sondern kann dies bequem über die Lava ™ Software mittels eines virtuellen Wachsmessers durchführen. Die Präparationsgrenzen werden vom System automatisch detektiert, können jedoch auch individuell nachgebessert werden, falls dies erforderlich sein sollte.
Gestaltung mit Lava ™ CAD
Die Software erstellt zunächst Käppchen mit einheitlicher Wandstärke für Kronen bzw. Pfeilerzähne und wählt aus einer Bibliothek die passenden Brückenglieder aus. Die Form der Käppchen und Brückenglieder kann anschließend mit Hilfe eines virtuellen Wachsmessers weiter individualisiert und unter Berücksichtigung von Nachbarzähnen und Bissregistrat optimiert werden. Das Gerüst wird somit in Hinsicht auf eine optimale Unter-stützung der Verblendkeramik designed. Basal wird das Brückenglied automatisch unter Berücksichtigung einer vorgegebenen Schichtstärke an Verblendkeramik an den Kieferkamm angepasst. Die individualisierten Brückenglieder können ebenfalls in der Bibliothek für spätere Anwendungen gespeichert werden. Auch Position und Größe des Zementspaltes sowie die Zementspalterweiterung werden über festgelegte Grundeinstellungen vorgegeben, können aber individuell für jeden Stumpf nochmals angepasst werden. Spezialkenntnisse sind für den Designprozess nicht erforderlich. Alle Änderungen werden visuell am Bildschirm verfolgt. Danach werden diese Daten zur Berechnung der Fräsbahn weiterverarbeitet.
Fräsen mit Lava ™ Form
Lava™ Frame - der Gerüstwerkstoff
Die Gerüstkeramik Lava ™ Frame besteht aus Zirkonoxid, das in sieben verschiedenen Farben eingefärbt werden kann. Der Vorteil der Gerüsteinfärbung von Lava™ Frame kommt am Kronenrand besonders zum Tragen: ein Reduzieren wie bei Metallgerüsten ist nicht notwendig. Ein schmaler Kronenrand kann sogar stehen bleiben; häufig genügt ein Polieren. Durch Charakterisieren mit Malfarbe und Glasieren lässt sich eine perfekte Randästhetik erzielen. Auch auf das Aufbrennen einer Schulter kann verzichtet werden.
Sintern in Lava ™ Therm
Eine manuelle Nachbearbeitung ist vor dem Sintern möglich. Ebenso erfolgt vor dem Sintervorgang die Einfärbung der Gerüste entsprechend der Verblendfarbe (7 Farbtöne analog VITA Classic sind möglich). Anschließend erfolgt der vollautomatische, kontrollierte Sinterprozess ohne manuelle Eingriffe im Spezialofen Lava ™ Therm (ca. 11 Stunden incl. Aufheiz- und Abkühlphase).
Verblenden mit Lava ™ Ceram
Die speziell entwickelte, systemgebundene Verblendkeramik ist im Wärmeausdehnungskoeffizienten (WAK) exakt auf das Zirkonoxid abgestimmt. Das Schichtschema mit 16 Farben orientiert sich an VITA Classic. Durch zusätzliche verschiedene Individualmassen sind sehr ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Die natürliche Transluzenz harmoniert ideal mit dem transluzenten Zirkonoxid-Gerüst. Weitere Informationen zur Schichtung von Lava Ceram entnehmen Sie dem Lava Ceram Schichtschema.
Ein System – viele Pluspunkte
- Kontinuierliche Weiterentwicklung mit international renommierten Wissenschaftlern, Zahnmedizinern und Zahntechnikermeistern
- Konsequent aufeinander abgestimmte Abläufe
- Natürliche Ästhetik auf Basis zahnfarben durchgefärbter Gerüste
- Hervorragende Passgenauigkeit
- Klarer Fokus auf ein einziges und zugleich einzigartiges Restaurationsmaterial Zirkonoxid
- Nur Freigabe von Indikationen, die dem hohen Qualitätsanspruch von 3M ESPE entsprechen
