Lasersintern

Beim Lasersintern werden im Gegensatz zur Stereolithographie keine flüssigen Werkstoffe verfestigt, sondern diese Fertigungstechnik arbeitet mit Pulvern. Die einzelnen Pulverkörnchen werden mit Hilfe des Laserstrahles an- oder aufgeschmolzen. Das Verfahren beruht im schichtweisen Aufbau des Bauobjektes in Z - Richtung. Das Pulver wird aus einem Vorratsbehälter mittels Glättungswalze oder Wischersystem schichtweise über die Bauplattform gezogen und dort mit dem Laserstrahl verschmolzen. Nach diesem Schritt senkt sich die Bauplattform in Z - Richtung ab, das Wischersystem beginnt erneut mit der Pulverbeschickung.  (mehr...)

Der große Vorteil dieser Technologie ist die sehr günstige Herstellung, da beim Prozess kein Abfallmaterial anfällt und zudem in einem Fertigungsschritt je nach Bauplattform hunderte Einheiten in einem Fertigungsschritt herstellbar sind.

Als Materialien sind derzeit im Lasersinterverfahren folgende Stoffe verwendbar:  

  • Kunststoff: z. B. Polyamid für Funktionsprototypen, Polystyrol für Modelle zum Feinguss
  • Metalle: Metallpulver mit Binderzusätzen (z. B. DirectSteel von der Firma EOS, Krailling) sowie die einkomponentigen Metallpulver von Titan, CoCrMo, Edelmetallen (BEGO Medical, Bremen) sowie Edelstahl, Werkzeugstahl und auch Aluminium (MCP HEK, Lübeck und Trumpf, Ditzingen)
  • Formsand für Gussformen: z. B.  für den Guss mit Magnesium, Aluminium, hochlegiertem Stahl und Grauguss  

Als Laserstrahlquelle kommen je nach Anwendung CO2 – Laser mit einer Leistung von 50 Watt beim Kunststoffsintern und bis zu 250 Watt beim Sintern von reinen Metallpulvern  (z. B. Aluminium) zum Einsatz.